Wir entschieden uns von Muang Khua nach Nong Khiaw per Slowboat zu reisen. Gemäss dem Travelblog von „Rusty Compass“ soll dies eine der schönsten Flussfahrten in Laos sein. Die Reise dauerte alles in allem etwa 7 Stunden.

Schön ist sie wirklich, die Flussfahrt. Einheimische steigen für kurze Fahrten zu und wieder aus. Scheinbar leben sie im nirgendwo, denn abgeholt werden sie meist von einsamen Sandbänken.

Nach ca 3 Stunden Fahrt tauchen plötzlich gigantische Betonmauern vor uns auf. Und chinesische Schriftzeichen. Powerchina baut entlang des Nam Ou Rivers 7 Hydroelektrizitätswerke. Deshalb ist die Strecke zwischen Muang Khua schon heute nicht mehr durchgängig befahrbar.

Wir werden also auf ein Tuktuk umgeladen und durch die Dammbaustelle gefahren und wieder ausgeladen. Weit und breit ist nichts zu sehen von den Boot, dass uns abholen soll. Auch eine Halbstunde später ist es noch immer nicht in Sicht. Hätten die Chinesen hier ein improvisiertes Restaurant unterhalten, könnten sie sich wohl ihren halben Dammbau mit den hungrigen, gestrandeten Touristen finanzieren.

Nach über einer Stunde taucht das Boot dann auf. Die folgende Strecke, also ab Staudamm bis Nong Khiaw entschädigt für die Warterei. Dichtester Dschungel, badende Wasserbüffelherden, Berge, die bis zu 1000 Meter neben uns aufragen. Die Flussfahrt war wirklich absolut lohnenswert und es bleibt zu hoffen, dass sich die Landschaft durch den Staudamm nicht zu sehr verändert.