Täglich, pünktlich zur Morgendämmerung findet in ganz Laos das „alm giving“ statt. Die buddhistischen Mönche marschieren barfuss und schweigend durch die noch dunklen Gassen in der Nachbarschaft ihrer Pagoden. Am Strassenrand sitzen Einheimische jeden Alters und legen in die Schalen der Mönchen Bällchen geformt aus sticky rice. Im Gegenzug für ihre Gabe erhalten sie den Segen der Mönche.

Eine an sich sehr ruhige und friedliche Zeremonie. Zumindest war sie das einmal in Luang Prabang. Heute erfreuen sich die Mönche ihrer unfreiwilligen Modelkarriere. Forciert durch den Massentourismus herrscht eine angespannte Stimmung zwischen Modeschau und Mönchfütterung, bei welcher Touristen an vorderster Front Nahaufnahmen von den vorbei laufenden Mönchen zu erhaschen versuchen. An diversen Ständen wird einem sogar sticky rice angeboten (wohl um die Mönche anzulocken 🙂 ).

Die Ruhe und Achtsamkeit des Rituals ist zerstört. Sehr Schade wie wir finden. Wohl nur eine der schlechten Seiten des Tourismus, den wir auf unserer langen Reise gesehen haben oder noch sehen werden. Da bringen auch die Benimmregeln im Reiseführer nicht viel.